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Murgtal – Die Auftaktveranstaltung einer bevorstehenden Reihe mit
Expertenrunden und vielen Fachvorträgen im neuen Unimog-Museum bei
Gaggenau war gleich ein voller Erfolg. Zeitzeugen am Podium und unter
den Zuschauern tauschten am Sonntag, dem 19. November 2006 bei einer
Matinee vor interessierten Zuhörern ihre Erfahrungen mit dem MBtrac
aus.
Als Gesprächsleiter hatte man den Leiter des Deutschen
Landwirtschaftsmuseums, Dr. Klaus Herrmann gewonnen. Als anerkannter
Experte konnte er in seine Moderation auch immer wieder Zusammenhänge
zur gesamten Landtechnik einfließen lassen.
Welche
erheblichen Widerstände im Hause Daimler-Benz in der Entwicklung und in
den Führungsetagen zu überwinden waren, um Prototypen des MBtrac zu
entwickeln und 1972 auf die Schnelle serienfähig zu machen,
demonstrierte eindrucksvoll Martin Tegtmeier.
Am Beispiel der
Fahrerhaus-Entwicklung schilderte Norbert Rieger, vor welchen
Herausforderungen die Konstruktion stand, als es galt, für den MBtrac
ein Fahrerhaus zu entwickeln, das in Komfort und Zweckmäßigkeit den
Wettbewerbern weit überlegen sein sollte. Über die ersten technischen
Probleme mit den Prototypen und Erfahrungen bei frühen Vergleichstest
konnte Werner Wagner, seinerzeit Meister der
Arbeitsvorbereitungs-Werkstatt anschaulich berichten.
Seine
Erfahrungen und Erfolge als Anbieter insbesondere forstwirtschaftlicher
Zusatzgeräte während der Serienfertigung des MBtrac beschrieb Hans
Junk, Geschäftsführer der Firma Werner in Trier-Ehrang – bekannter als
Seilwinden-Werner. Er schilderte dann auch sehr eindrucksvoll, vor
welchen Schwierigkeiten sie in Trier standen, als 1986 die Entscheidung
bekannt wurde, dass der MBtrac in eine Kooperation mit
Klöckner-Humboldt-Deutz überführt wird, die dann misslang. „Wider
Willen wurden wir plötzlich Fahrzeughersteller. Eine schwierige Zeit,
die wir letztlich doch noch erfolgreich bewältigt haben. Heute bieten
wir die zweite Generation der Werner-Forsttac an“ stellte Junk fest.
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