AKTUELL MAI 2007

 

Rundfahrten am Ottenauer Siedlerfest


  Dank Herrmann Ruf und dem Ehepaar Pfistner konnten am 1. Mai Rundfahrten mit dem historischen Unimogbus - eine Dauerleihgabe der Firma Merex- angeboten werden. Der Reinerlös kam dem Unimog-Museum e.V. zugute. Wir sagen herzlichen Dank!


Am 28. Juni ist das Museum aufgrund einer Sonderveranstaltung ganztägig geschlossen!

Feuerwehr-Geschichte unterhaltsam vorgestellt. Bei der Hamburger Flut 1962:
"Das beste Fahrzeug war der Unimog!"


Nach dem Vortrag signierte Banddirektor a. D. Manfred Gihl eines siener Werke
  Mit dem ehemaligen Hamburger Branddirektor Manfred Gihl konnte der Leiter des Kuratoriums Unimog-Museum, Hans-Jürgen Wischhof, dieser Tage einen außergewöhnlich kompetenten Referenten zum Thema Feuerwehr begrüßen.

Als Verfasser mehrerer Handbücher zur Feuerwehrhistorie und -technik sowie unzähliger Fachaufsätze hat sich Gihl in der Szene einen Namen gemacht. Zudem ist er Initiator und Vorsitzender des Vereins Hamburger Feuerwehr-Historiker. Bei einem Rundgang zeigte sich Gihl vom Unimog-Museum sehr geeindruckt, hat er doch in seiner ehrenamtlichen Aufgabe bereits sehr viel Museen besuchen können.

Gespickt mit vielen Anekdoten nahm der Fachmann seine Zuhörer auf eine Zeitreise mit vom Beginn des Kampfes gegen das Feuer bis in die Neuzeit. Anschaulich schilderte er beispielsweise die Problematik des Betriebs von Dampfspritzen oder die Pferdehaltung für das Ziehen der Löschfahrzeuge unter einem Dach mit den Floriansjüngern.

Die Aufmerksamkeit der Zuhörer stieg natürlich nochmals, als Dipl. Ing. Manfred Gihl auf die herausragende Rolle des Gaggenauer Nutzfahrzeugwerks beim Bau von Feuerwehrfahrzeugen einging. Wurde doch die erste automobile Feuerspritze der Welt auf einem Fahrgestell der Süddeutschen Automobilfabrik aufgebaut und im Dezember 1906 - also vor rund 100 Jahren - an die Feuerwehr Berlin-Grunewald ausgeliefert. Die weit verbreitete Skepsis gegenüber benzingetriebenen Fahrzeugen bei der Brandbekämpfung konnte überwunden werden. Und fortan war dieses Fahrzeug - ausgestattet mit einer Gasspritze - als Typ "Grunewald" viele Jahre im Gaggenauer Produktionsprogramm.

Mit dem Aufbauhersteller Metz in Karlsruhe bauten die Gaggenauer 1909 das erste Tanklöschfahrzeug. Dies war der Beginn einer für beide Seiten erfolgreichen Zusammenarbeit.
Metz war natürlich auch gefordert, als die Unimog-Produktion nach Gaggenau kam und insbesondere für den Unimog-S 404 viele Feuerwehr-Aufbauvarianten entwickelt wurden. Bereichernd für die Zuhörer war es dabei, dass mit Dipl Ing. Werner Scheffel unter ihnen ein weiterer Fachmann war, der 50 Jahre im Feuerwehr-Sektor - davon zuletzt 20 Jahre als Konstruktionsleiter der Firma Metz - tätig war. Auch er konnte zur Zusammenarbeit mit dem Werk Gaggenau Interessantes beisteuen.

Mit Freude hörten die Zuhören zu Abschluss von Manfred Gihl, dass sein langjähriger Chef, der legendäre Hamburger Oberbranddirektor Hans Brunswig nach der Flutkatastrope 1962 erklärt hatte: "Da beste Fahrzeug war der Unimog!"


Feuerwehr-Fachtagung im Unimog-Museum

Richtige Ausstattung rettet Leben











  Einen Großeinsatz der Feuerwehr vermuteten am 11. Mai 2007 Passanten des Unimog-Museums. Schließlich standen mehrere Dutzend Feuerwehrfahrzeuge auf dem Parkplatz und Feuerwehrmänner mit Schutzkleidung und Atemschutz wurden gesichtet. Auslöser war jedoch ein Fachseminar für Feuerwehren aus ganz Baden-Württemberg. Eingeladen hatte der Weltmarktführer für Schutzbekleidung, der amerikanische Konzern Lion Apparel. Dieser bietet Komplettlösungen im Management des Bekleidungswesens an und hat beispielsweise 2002 eine europaweite Ausschreibung für die Ausstattung der Bundeswehr mit 285.000 Soldaten und 110.000 Zivilisten gewonnen. Der Veranstalter war über die positive Resonanz zu diesem Fachseminar angenehm überrascht. 70 Floriansjünger aus ganz Baden-Württemberg waren der Einladung gefolgt. Dies lag sicher auch an dem attraktiven Veranstaltungsort, dem Unimog-Museum, in dem noch bis 3. Oktober die Sonderausstellung Feuerwehr läuft. Bei seiner Begrüßung ging daher auch der Leiter des Kuratoriums, Hans-Jürgen Wischhof, auf die besondere Rolle des Unimog als Feuerwehrfahrzeug einst und heute ein. Wischhof sprach aus Erfahrung, denn er war lange Jahre Leiter des Produktbereichs Unimog der DaimlerChrysler AG und ist heute noch beratend tätig. Die besondere Rolle des Werkes Gaggenau der DaimlerChrysler AG brachte Michael Wessel, Vorsitzender des Unimog-Club Gaggenau, in Erinnerung. Wurde doch in diesem Werk 1906 die erste motorisierte Feuerspritze der Welt gebaut und anschließend in Zusammenarbeit mit der Firma Metz, Karlsruhe, eine besondere Kompetenz im Bau von Feuerwehrfahrzeugen entwickelt. Der Leiter der regionalen Vertriebsorganisation von Lion Apparel, Axel Walcher, und Fachleute seines Unternehmens informierten dann über neueste Entwicklungen und aktuelle Normen bei Schutzanzügen anhand konkreter Beispiele. Dabei wurde deutlich, welcher besonderen Bedeutung eine funktionsgerechte Schutzkleidung im Ernstfall zukommt. Sie kann Leben retten. In einem Brandschutz-Simulator der DaimlerChrysler AG sollte zudem das richtige Vorgehen bei einem Zimmerbrand bezogen auf die Löschtechnik geübt werden. Wichtig ist dabei auch, so die Brandschutz-Experten, dass es beim Öffnen durch das Eindringen von Sauerstoff nicht zu einem Einschließen des Retters kommt. Natürlich nutzen die Feuerwehrmänner auch die Gelegenheit, sich bei einer Fahrt im Geländeparcours von der extremen Geländegängigkeit des Unimog zu überzeugen. Und viele versicherten, dass sie mit ihren Feuerwehr-Kameraden demnächst wieder kommen werden.

Impressionen vom Haltestopp der Baden-Classic am 12. Mai 2007



 

Eröffnung der Feuerwehrausstellung im Unimog-Museum



Ein Schmuckstück zwischen den Unimog ist dieses Gaggenauer Feuerwehrfahrzeug mit Aufbau der Firma Metz, Karlsruhe, aus dem Jahr 1938. Es wurde liebevoll von der Oldtimergruppe der Freiwilligen Feuerwehr Gaggenau restauriert.

  Murgtal – Der Fanfarenzug der GroKaGe Gaggenau wird aufspielen, wenn am Sonntag, 29. April um 10 Uhr im Unimog-Museum die Sonderausstellung Feuerwehr eröffnet wird. Mit dieser Ausstellung wird verdeutlicht, dass für das Universal-Motor-Gerät die Feuerwehr bereits sehr früh neben der Land- und Forstwirtschaft ein spezielles Einsatzgebiet war, in dem der Unimog seine besonderen Stärken beweisen kann. Denn bereits 1949, im Jahr nach der Produktionsaufnahme bei Boehringer, wurden Feuerwehraufbauten entwickelt und in Prospekten vorgestellt.

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Fotoprojekt



  Schick uns Dein Unimog-Feuerwehrfoto und
wir schicken Dich ins Unimog-Museum!

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