Schwerpunktthema 2013
"Unimog und MB-trac im Forsteinsatz" vom 28.04.13- 06.10.13
Das
Fällen, Sägen und Rücken von Bäumen war und ist eine schwere Arbeit. So wundert
es nicht, dass bereits kurz nach der nahezu zeitgleichen Erfindung des PKW
durch Carl Benz und Gottlieb Daimler Motoren auch in Geräten und Fahrzeugen
für die Forstwirtschaft eingebaut wurden.
Zu Beginn
des vergangenen Jahrhunderts dienten mit Seilwinden ausgerüstete Zugmaschinen
und Traktoren der Daimler-Motoren-Gesellschaft in Stuttgart und der Benzwerke
in Gaggenau dem Stämmerücken und dem Holztransport. Folgerichtig erhielt der
für die Landwirtschaft konzipierte Unimog schon bald nach seiner Vorstellung
1948 als eines der ersten Anbaugeräte eine Heckseilwinde, die das
Einsatzspektrum in der Forstwirtschaft erweiterte. Mit den Standketten war der
Unimog beim Stämmerücken fest mit dem Boden verankert und konnte Zugkräfte bis
3.500 kg absetzen.
Heute muss
sich das Universalmotorgerät gegen die starke Konkurrenz der Vollernter behaupten,
die das aktuelle Bild der Holzernte bestimmen. Um den ökologischen und
wirtschaftlichen Aspekten gleichermaßen gerecht zu werden steht das Thema
nachhaltige Waldwirtschaft immer mehr im Fokus der Forstbetriebe. Mit dieser
Entwicklung gewinnt auch der Unimog als leistungsstarkes, robustes und
zuverlässiges Fahrzeug in der Forstwirtschaft an Bedeutung. Neben der
klassischen Gehölzpflege und Forstarbeit wird er heute beispielsweise auch zur Energieholzgewinnung
eingesetzt.
Die
Ausstellung zeigt die Entwicklung von Unimog und MB-trac in der Forstwirtschaft
auf, unterstützt durch historische und aktuelle Fotos und Filme. Die zahlreichen Exponate, Anbaugeräte und
Dokumente, die von Unimog-Liebhabern und Freunden des Museums zur Verfügung
gestellt werden, füllen diese Ausstellung mit Leben. Highlights der Sonderausstellung
sind beispielsweise das Kreiling-Rückeaggregat, aufgebaut auf einem Unimog U411
mit „Froschaugen“-Fahrerhaus aus dem Jahre 1957, sowie der Salmünsterer“
Rückewagen. Von den vielfältigen Ausführung der insgesamt 2600
gebauten Forst-MB-trac werden zudem ein MB-trac 800 und ein MB-trac 900
gezeigt.
An mehreren Aktionstagen werden überdies die
historischen und modernen Geräte im Einsatz zu erleben sein. Bereits am
Eröffnungssonntag, dem 28. April, können sich die Besucher des Museums auf ein
buntes Rahmenprogramm mit Vorführungen und Vorträgen freuen. Ein Besuch lohnt
ebenfalls zum Aktionssonntag am 26. Mai. Zu einem besonderen Themenwochenende
lädt das Museum am 01. September alle Holzrücker und ihre
Fahrzeuge ein. Zum Ende der Ausstellung wird der traditionelle Bauern- und
Kunsthandwerkermarkt am 6. Oktober ganz dem Thema „Holzverarbeitung“ gewidmet
sein.
Weitere Informationen zu allen Veranstaltungen finden Sie im laufenden Monat unter Aktuell
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