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Gamification im Museum – Projekt des Unimog-Museums erhält Förderung durch das MFG Baden-Württemberg

News 20.04.2026

Das Unimog-Museum schlägt ein neues Kapitel seines Explorer-Projekts auf: Mit innovativen Gamification-Ansätzen soll der Museumsbesuch für Kinder und Jugendliche künftig noch interaktiver, verständlicher und erlebnisreicher gestaltet werden. Im Rahmen der Ausschreibung „Level UP – Gamification im Museum“ wurde das Projekt ausgewählt und wird durch die MFG Baden-Württemberg gefördert. Insgesamt zählen sieben Museen in Deutschland zu den Gewinnern des Programms des Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg.

Zentrales Ziel des Projekts ist der Aufbau eines durchgängigen Storytellings im Museum. Mit dem „Explorer Team“ entsteht eine zusammenhängende Erlebniswelt, die sich durch die gesamte Ausstellung zieht und Inhalte altersgerecht vermittelt. Die vier Jugendlichen Mila, Lukas, Linh und Amir nehmen junge Besucherinnen und Besucher mit auf spannende Abenteuer rund um Technik, Naturwissenschaft und darüber hinaus.

Jede Figur bringt dabei eigene Stärken und Fähigkeiten ein, die sich auch auf schulische Bereiche übertragen lassen: Neben naturwissenschaftlichem Verständnis spielen beispielsweise Kommunikation, Kreativität und Design eine wichtige Rolle. So werden unterschiedliche Interessen angesprochen und ein breiter Zugang zu technischen Themen geschaffen. Unterstützt wird das Team von der Archäologin Hanna Berger und dem Ingenieur David Okoye.

In der sogenannten „Unimog-Explorer Challenge“ schlüpfen die Besucherinnen und Besucher selbst in die Rolle von Mechanikerinnen und Mechanikern. Allein oder im Team meistern sie verschiedene Level, lösen Aufgaben und tragen dazu bei, das Explorer-Team und den Unimog zu retten. Kernstück der ersten Ausbaustufe ist ein Werkstatt-Szenario, das sowohl digital als auch physisch erlebbar ist. Neben einem interaktiven Tablet-Tisch, an dem Kinder und Jugendliche einen Unimog digital aus einzelnen Bauteilen zusammensetzen, entsteht eine echte Werkstattumgebung mit haptischen Rätseln und Aufgaben. Durch das aktive Ausprobieren, Anfassen und Kombinieren werden technische Zusammenhänge besonders nachhaltig erfahrbar gemacht.

„Wir möchten zukünftig mehr Interaktivität in unsere Ausstellung bringen und vor allem attraktive Angebote schaffen, die Kinder und Jugendliche begeistern“, erklärt Geschäftsführerin Sarah Kraft. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf einer einfachen und klaren Sprache, damit Inhalte für junge Besucherinnen und Besucher leicht verständlich sind.

Die Erzählwelt des Explorer Teams wird künftig nicht nur im interaktiven Spiel erlebbar sein: Auch auf digitalen Stelen im Museum sollen die Charaktere eingesetzt werden. Dort erklären sie Fahrzeuge, technische Funktionen und Hintergründe auf anschauliche und kindgerechte Weise. Das Projekt ist langfristig angelegt: Die Explorer-Werkstatt bildet den Auftakt für eine weiterführende Entwicklung. Ab 2027 sollen Mila, Lukas, Linh und Amir mit ihrem Explorimog weltweit neue Abenteuer erleben und die Geschichte kontinuierlich ausgebaut werden.

Mit der Unimog-Explorer Challenge präsentiert das Unimog-Museum ein zukunftsweisendes digitales Ausstellungskonzept, das technische Inhalte spielerisch vermittelt, verschiedene Kompetenzen fördert und den Museumsbesuch – auch für Schulklassen – zu einem aktiven, gemeinsamen Erlebnis macht.

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