Immer was Neues Fesselnde Sonderausstellungen
Durch wechselnde Sonderausstellungen kann der Besucher im Unimog-Museum immer etwas Neues erfahren. Ob außergewöhnliche Einsatzgebiete, spannende historische Ereignisse oder besondere Fahrzeugmodelle – jede Sonderausstellung widmet sich einem einzigartigen Thema rund um den Unimog und seine faszinierende Welt.
Aktuelle Sonderausstellung „20 Jahre Unimog-Museum – 80 Jahre Unimog“
20 Jahre Museumsgeschichte, 80 Jahre Unimog und 70 Jahre Unimog 411 – das Unimog-Museum feiert ein außergewöhnliches Jubiläumsjahr
Das Unimog-Museum feiert 2026 sein 20-jähriges Bestehen. Seit seiner Eröffnung hat sich das Museum zu einem internationalen Treffpunkt für Unimog-Fans, Technikbegeisterte und Familien entwickelt. Zum Jubiläum präsentiert das Museum ab dem 3. Juni 2026 eine vollständig neu gestaltete Sonderausstellung mit außergewöhnlichen Fahrzeugen, seltenen Exponaten und zahlreichen Mitmachangeboten.
Dabei setzt das Museum bewusst auf ein besonderes Konzept: Die Ausstellung wird sich im Laufe des Jubiläumsjahres immer wieder verändern. Neue Fahrzeuge, zusätzliche Exponate und weitere Überraschungen sorgen dafür, dass sich auch ein erneuter Besuch lohnt. Ein weiterer Höhepunkt des Jahres steht bereits fest: Vom 31. Juli bis 2. August 2026 feiert die internationale Unimog-Gemeinschaft gemeinsam 80 Jahre Unimog. Auch zu diesem Jubiläum dürfen sich Besucher auf weitere Highlights und besondere Fahrzeuge freuen.
Zum ersten Mal überhaupt können Besucher im Unimog-Museum in ein Fahrerhaus der aktuellen Unimog-Geräteträger-Baureihe UGE sitzen. Ausgestattet mit Wechsellenkung und dem modernen Bediensystem UniTouch wurde das Fahrerhaus eigens von Auszubildenden von Daimler Truck aufgebaut und für den Museumseinsatz umgerüstet. Ein großer Bildschirm vermittelt dabei spannende Einblicke in den Ausbildungsalltag an den Standorten Gaggenau und Wörth. Das Besondere: Das Fahrerhaus wurde komplett von Auszubildenden aufgebaut und gestaltet.
Exponate mit besonderer Museumsgeschichte
Zum 20-jährigen Jubiläum blickt das Unimog-Museum nicht nur auf die Geschichte des Unimog, sondern auch auf seine eigene Erfolgsgeschichte zurück. Deshalb werden zahlreiche Fahrzeuge gezeigt, die eng mit besonderen Momenten des Museums verbunden sind. Gemeinsam erzählen diese Fahrzeuge nicht nur die Geschichte des Unimog, sondern auch zahlreiche Kapitel aus 20 Jahren Unimog-Museum.
Dazu zählt selbstverständlich der legendäre Höhenweltrekord-Unimog, der weltweit für Schlagzeilen sorgte und heute zu den bekanntesten Fahrzeugen des Museums gehört. Ebenfalls Teil der Ausstellung ist die außergewöhnliche G-Klasse auf Unimog-Fahrgestell. Das einzigartige Fahrzeug stellte sich Anfang 2026, gefahren Kurt Schoch aus dem Werkstattteam des Unimog-Museums, gemeinsam mit den Teams Feuermog und TheSaharaTouch der „Expedition Sahara“. Die G-KLasse steht stellvertretend für den Abenteuergeist, der viele Projekte rund um das Unimog-Museum prägt. Ausgestellt wird ein G 500 mit Portalachsen – einer von ursprünglich zwölf gebauten Fahrzeugen dieser Art, von denen heute nur noch vier bekannt sind.
Zum ersten Mal überhaupt in einer Ausstellung des Unimog-Museums zu sehen ist der Unimog U416 der ehemaligen dänischen Armee. Das Fahrzeug wurde vom Vorbesitzer umfassend restauriert und in markantem Blau lackiert. Seit 2025 befindet sich der U416 als Geschenk im Besitz des Museums. Bekannt wurde er einem breiten Publikum durch seinen spektakulären Auftritt in der Fernsehsendung „Grip – Das Motormagazin“, in der er sich in einer sehenswerten Schlammschlacht gegen einen Humvee behauptete. Darüber hinaus erhält auch der „Explorimog“ einen besonderen Platz in der Jubiläumsausstellung. Der ehemalige Feuerwehr-Unimog U1300L ist das Entdeckermobil auf vier Rädern und verkörpert die Jugendarbeit des Museums. Der Einsatz an Schulen mit dem „Explorimog“ wird von Unternehmen aus der Region finanziert. Das Museum unterstützt seine Partner in der Gewinnung von Fachkräften von Morgen mit Praxiseinsätzen und bringt Lehrkräfte und Ausbilder an einen Tisch. Mehr zum Explorer Projekt lesen Sie hier
70 Jahre Unimog 411
Einen besonderen Schwerpunkt widmet die Ausstellung dem Jubiläum „70 Jahre Unimog 411“.
Zu sehen ist unter anderem ein Unimog 411 mit einem JF-Einfahrmähdrescher Typ MS 5. Der Unimog wurde Anfang der 2000er Jahre von seinem Eigentümer Claus Müller aufwendig restauriert und später dem Museum zur Verfügung gestellt. Die Kombination aus Unimog und Mähdrescher zeigt eindrucksvoll die vielseitigen Einsatzmöglichkeiten der Baureihe in der Landwirtschaft.
Ein absoluter Blickfang der Ausstellung ist zudem ein leuchtend orangefarbener Unimog 411c. Das Fahrzeug wurde ursprünglich mit offenem Fahrerhaus und Klappverdeck nach Italien geliefert und dort vermutlich durch die Firma Bremach zu einem Zweiwegefahrzeug für Straße und Schiene umgebaut. Seine markante Panoramakabine erinnert an die Kabinen von Schneefräsenfahrzeugen. Anschließend war der Unimog über Jahrzehnte bei einem Industriebetrieb zum Rangieren von Güterwagen im Einsatz. Das Fahrzeug wurde durch Fabio Ponzi im Auftrag des Eigentümers sorgfältig restauriert und ist heute sowohl auf der Straße als auch auf Schienen voll funktionsfähig. Mit Baujahr 1966 handelt es sich um ein frühes Exemplar der Baureihe 411c.
Landwirtschaftliche Klassiker und seltene Sammlerstücke
Ein weiteres Exponat ist ein Unimog 401 mit Seitenmähwerk und einem Rauch-Düngerstreuer Typ DK2. Die Besonderheit: Die Streumenge wird über eine Kettenverbindung direkt vom Hinterrad geregelt – eine ebenso einfache wie geniale technische Lösung. Der Unimog stammt aus dem Besitz der Familie Zienert. Restauriert wurde das Fahrzeug vom inzwischen verstorbenen Vater der Familie und erinnert heute an dessen Leidenschaft für historische Landtechnik.
Zu den seltensten Fahrzeugen der Ausstellung zählt ein Unimog 402. Von dieser Baureihe wurden lediglich 518 Exemplare gebaut – weniger als von jeder anderen Unimog-Baureihe. Das ausgestellte Fahrzeug wurde 1956 in die Schweiz ausgeliefert und war viele Jahre bei der Maschinenfabrik Rüti im Kanton Zürich im Einsatz.
Feuerwehrgeschichte auf vier Rädern
Aus Konstanz stammt ein hervorragend erhaltener Unimog 404.013 mit Feuerwehr-Aufbau, der von Thomas Britsch zur Verfügung gestellt wird. Das Fahrzeug war jahrzehntelang bei der Feuerwehr der Schweizer Gemeinde Gersau im Einsatz und gehört zu einer besonders seltenen Variante der meistgebauten Unimog-Baureihe 404. Lediglich 520 Fahrzeuge wurden in dieser Konfiguration gefertigt.
Besonders bemerkenswert ist der verbaute 2,8-Liter-Motor M130, der auch in den legendären Mercedes-Benz-Modellen Pagode und 300 SEL Verwendung fand. Die nahezu vollständig erhaltene Originalsubstanz mit originalem Lack und rostfreiem Fahrerhaus macht dieses Fahrzeug zu einem außergewöhnlichen Zeitzeugen der Feuerwehrgeschichte.
Unimog 421 mit Rahmennummer 001
Ein weiteres Highlight ist ein Unimog 421 mit der Rahmennummer 001 – ein Fahrzeug, das bislang noch nie im Museum gezeigt wurde. Zur Verfügung gestellt wird dieses außergewöhnliche Exponat von André Dusseldorp, Geschäftsführer von Merex/Mertec.
Technik zum Anfassen
Erstmals können Besucher im Museum selbst aktiv werden. In der neuen Mitmach-Werkstatt „Zehnerschlüssel“ lassen sich Differentiale, Zahnräder und Vorgelege im Miniaturformat montieren und wieder zerlegen. An ausgewählten Aktionstagen bietet das Museum zusätzlich Workshops für Kinder, Jugendliche und Erwachsene an.
Direkt an der Werkstatt steht zudem der bekannte „U 401 Frosch“ mit Glogger-Seilwinde und Abschleppeinrichtung. Das Fahrzeug ist eine Dauerleihgabe von Herrn Kloz aus Fellbach und gehört seit Jahren zu den beliebten Exponaten des Museums.
Ein Jubiläumsjahr voller Überraschungen
Mit der neuen Sonderausstellung startet das Unimog-Museum in ein außergewöhnliches Jubiläumsjahr. Die Besucher erwartet nicht nur ein Blick auf 20 Jahre Museumsgeschichte, sondern auch auf 80 Jahre Unimog und 70 Jahre Unimog 411.
Da sich die Ausstellung kontinuierlich weiterentwickelt und immer wieder neue Fahrzeuge hinzukommen werden, lohnt sich ein Besuch im Jubiläumsjahr mehrfach. Weitere Höhepunkte folgen beim großen Jubiläumswochenende „80 Jahre Unimog“ vom 31. Juli bis 2. August 2026 sowie beim Treffen „Unimog meets G“ am 4. und 5. September 2026.