Highlights aus unserer Sonderausstellung – Teil 3

Museums News
1. Dezember 2020

Das Museum ist geschlossen, aber zumindest virtuell möchten wir ein paar Highlights aus unserer derzeitigen Sonderausstellung präsentieren. Heute: die Gondel der Seilbahn Chur-Brambrüesch.

Was macht eine Seilbahn-Gondel in einer Unimog-Ausstellung? Sie zeigt zum einen, dass ein Unimog mit Ladekran keine Mühe hat, sie zu heben.
Und schafft außerdem die Verbindung zu einer besonderen Unimog-Geschichte.


Die Zweier-Sommergondel der Brambrüesch-Seilbahn, dem Museum für die Ausstellung zur Verfügung gestellt von Martin Schulthess aus Chur, hängt bei uns im Museum an einem Ladekran der Firma HIAB, der als Frontaufbau hinter dem Fahrerhaus eines U 1700 L montiert ist.
Solche Gerätekombinationen waren auch auf Gebirgs-Baustellen im Einsatz, da sie in der Lage waren, in unwegsames und steiles Gelände vorzustoßen und dort zu arbeiten.

Nun zur Gondel bzw. zur Brambrüesch-Seilbahn: Diese Bergbahn verbindet das Zentrum der Graubündener Kantonshauptstadt Chur (Schweiz) mit dem Hausberg Brambrüesch. Sie wurde 1957 eröffnet und setzt sich bis zum Skigebiet des Brambrüesch aus zwei Sektionen zusammen. Der erste Abschnitt hat eine Seilbahn mit Kabine für 23 Personen und fährt auf die Zwischenstation Känzeli. Von dort fuhr dann die hier ausgestellte offene „Sommergondel-Bahn“ zum Brambrüesch hoch. Sie wurde 1998 durch eine moderne Vierergondelbahn ersetzt.
1958 wurde zur weiteren Erschließung des Skigebiets ein Sessellift auf den noch einmal 600 Meter höher gelegenen Dreibündenstein gebaut. Und hier kommt der Unimog ins Spiel: Das knapp 7,3 Tonnen schwere Stahlseil dieses Lifts musste irgendwie in die Höhe und in die unwegsame Gebirgsregion transportiert werden. Also lud man es auf dem Bahnhof von Chur auf die Pritschen von vier kleinen Unimog, die so – durch das Seil zu einem kleinen „Lindwurm“ verbunden – im Konvoi zum Brambrüesch und zum Dreibündenstein hinauffuhren.

Die abenteuerliche Transport-Aktion wurde auf Film gebannt, und den hat uns der Sohn des Filmers, Reto Dosch aus Chur, für die Ausstellung zur Verfügung gestellt. Hier ist er erstmals öffentlich und in gekürzter Form zu sehen.

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