Neuer Blickfang in der Sonderausstellung – statt Schweizer Seilgondel eine Südtiroler Korbgondel

Ausstellung
28. Juni 2021

Wer wissen möchte, was ein Korblift und eine Korbgondel sind, kann sich seit dieser Woche im Unimog-Museum schlaumachen.

Anfang Juni musste die Brambrüesch-Seilgondel aus den 1950er Jahren, ein Ausstellungs-Blickfang, nach einjähriger Leihzeit zurück in die Schweiz. Sie hing am Kran eines U 1700 und zeugte vom frühen Beitrag des Unimog zur Erschließung der Berge und zur Bergversorgung. Ersatz musste her. Da traf es sich, dass zur selben Zeit ein Unimog-Treffen im Südtiroler Ahrntal, genauer gesagt im Skigebiet Speikboden bei Sand in Taufers stattfand, zu dem auch der Vorsitzende des Unimog-Club Gaggenau, Rainer Hildebrandt, mit dem clubeigenen U 4000 anreiste. Denn Sand in Taufers soll Ausrichtungsort des Unimog-Club Jahrestreffens 2024 werden. Eine Nachfrage beim Organisator des diesjährigen Treffens, der Speikboden Bergbahnen AG, ergab, dass sich in deren Besitz noch eine alte Korbgondel aus den 1960er Jahren befindet – ähnlich schwer bzw. leicht wie die Schweizer Seilgondel und ähnlich “filigran”. Eigentlich schwer vorstellbar, dass mit solchen Korbliften noch bis in die 1980er Jahre hinein die Menschen berg- und talwärts befördert wurden.

Die Korbgondel wurde als Leihgabe angefragt und sofort zur Verfügung gestellt. Hildegard Knoop vom Unimog-Museum ließ es sich nicht nehmen, zum Treffen mitzukommen und die Gondel persönlich in Empfang zu nehmen. Sie wurde auf der Ladefläche des U 4000 verzurrt und nach Gaggenau transportiert. Nun hängt sie als neuer Blickfang am Ladekran und legt Zeugnis ab von einer Zeit, in der “Hightech” in den Bergen noch ein Fremdwort war.

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