Highlights aus unserer Sonderaussstellung – Teil 2

Museums News
18. November 2020

Das Museum ist geschlossen, aber zumindest virtuell möchten wir ein paar Highlights aus unserer derzeitigen Sonderausstellung präsentieren. Heute: der U411 aus dem Stubaital

Der U 411, auf den man gleich zu Beginn des Rundgangs durch die Sonderausstellung stößt, hat eine ganz besondere Geschichte: Er ist einer von 47 Unimog, die die Olympischen Winterspiele 1964 retteten.

Sein Besitzer, der Fuhrunternehmer Hermann Tanzer aus dem Stubaital, folgte wie 40 andere Unimog-Besitzer auch einem Aufruf der Tiroler Landesregierung, ihre Fahrzeuge zur Schaffung und Präparierung unter anderem der Abfahrtsstrecke am Innsbrucker Hausberg Patscherkofel zur Verfügung zu stellen. Mit einem Konvoi von LKW und Unimog wurde der Schnee von den nahe gelegenen Bergen herbeigeholt, die Unimog verteilten ihn dann auf der Strecke, die Steigungen von mehr als 70 Prozent aufwies, und ein Heer von Soldaten und Freiwilligen verdichtete ihn. Vier Tage vor Beginn der Winterspiele war die Piste bereit.

12 Jahre später, 1976, retteten die Unimog die Spiele zum zweiten Mal, indem sie halfen die Schneemassen, die es dieses Mal gab, zu beseitigen.
Hermann Tanzers Unimog ist seit jener Zeit stets gepflegt und auch für unsere Ausstellung noch einmal generalüberholt worden, aber die Aufkleber an den Außenseiten sind noch immer die Originalaufkleber von den Winterspielen 1964 und 1976.

Im Archiv des SWR haben wir dieses Filmschätzchen gefunden: einen Abendschau-Vorbericht zu den Winterspielen von 1964, in dem die „LKW“, die den Schnee herbeischaffen, erwähnt und auch einige Unimog im Einsatz gezeigt werden.

 

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